MARKIERUNG & RECYCLING.

Wenn wir es schaffen, mehr Kunststoffe zu verwerten und zu recyceln, dann vermindern wir ganz konkret den Bedarf an Neu-Plastik und reduzieren den CO2 footprint. Das wäre ein absoluter Game-Changer. Dafür arbeiten wir an technischen Entwicklungen und produzieren das Plastic der Zukunft:

WILDPLASTIC 4.0

1. Wir entwickeln aufwendige Sortier- und Reinigungs-Schritte um ein hochwertiges Roh-Produkt herzustellen, welches einen Großteil der bisher eingesetzten Neu-Plastik Materialien ersetzen kann. 
Warum man noch etwas anderes nutzen sollte, statt mit WILDPLASTIC aktiv die Umwelt aufzuräumen? Das fragen wir uns auch!

2. Wir nutzen “Tracer” und markieren damit unsere WILDPLASTIC Materialien:
Fluoreszierende Mineralien, welche unter speziellen Lichtwellen sichtbar werden. Somit sind unsere Materialien identifizierbar und zukunftssicher. Zu 100 Prozent maschinell sortierfähig. 
Unser Plan ist, dass letztlich alle Plastik-Produzenten und Hersteller ihre Kunststoffe kennzeichnen. So erreichen wir eine globale und eindeutige Identifizierung des Materials und ermöglichen eine maschinelle Sortierung.
Es gibt Wissenschaftler die Malaria ausrotten wollen, indem sie unfruchtbare Moskitos aussetzen. Dadurch unterbrechen sie die Fortpflanzung. Bei unserer Idee ist es genau umgekehrt. Wir schicken unser WILDPLASTIC los, um auch alle anderen Produkte des gleichen Materials durch Recycling-Vermischung zu markieren. Somit werden auch diese erkenn- und sortierbar.

3. Wir entwickeln Artificial Intelligence, welche den gesammelten Plastikmüll, der noch nicht markiert ist, erkennt und sortieren hilft. Stellt euch Kameras, Smartphones, AR-Glasses vor, die definieren, welches Produkt und Material vorliegt. Diese Algorithmen stellen wir als Apps, Open Source und Implementation für Sortier-Anlagen zur Verfügung.

4. Wir erforschen in Pilotprojekten die Sammel- und Verwertbarkeit von Kunststoffen. Gemeinsam mit internationalen Organisationen und Alliance-Partnern entwickeln wir Projekte in Gambia, Malaysia, Ägypten, Haiti, Indien. Portugal, etc.

HABIT CHANGE / SYSTEM CHANGE - CLOSED LOOP .

Aufräumen & recyceln ist eine Verantwortung, der wir uns stellen. Aber wir müssen Lösungen finden, welche der Vermüllung & und dem single-use von Materialien etwas entgegensetzen. Dazu brauchen wir einen systemischen Wandel. Habit Change. Und wie jeder weiß: Habit Change – das ist das Schwierigste.

Homo Sapiens funktioniert letztlich in einem ziemlich simplen Muster. Black Friday Sales, Sommerschluss-Verkauf, Sonderangebote, Gewinnspiele, Zucker, Drogen,…das Gehirn reagiert auf Belohnungs-Anreize und programmiert zielführendes Verhalten. Um also ein gewohntes Verhalten zu verändern, hilft es, dieses durch neue Anreize zu stimulieren. Das Pfandsystem ist für uns ein gutes Beispiel wie es funktionieren kann.

Wenn jedes Plastik-Produkt, jede Verpackung einen Wert hat – wird es keine Vermüllung mehr geben. Etwas das Geld wert ist, werfe ich nicht weg. Und wenn doch, gibt es genug Leute, die diese Ressource nutzen werden, bevor es zu einem Müllproblem wird. Gemeinsam mit Marken, Herstellern und Politik neue Pfandsysteme einzuführen ist eines der wichtigsten Projekte um Habit Change zu bewirken. Nachhaltiges Wirtschaften nicht nur bis zum Point of Sale denken, sondern darüber hinaus: Closed Loop Systems. Gemeinsam können wir es schaffen, einen Grossteil aller Kunststoffe maschinell sortierbar zu machen. Das wäre ein absoluter Quanten-Sprung.